Ernährung bei Morbus Crohn

0
19

Ernährung bei Morbus Crohn: Ein umfassender Leitfaden
Einleitung
Morbus Crohn, eine Form der entzündlichen Darmerkrankung (IBD), betrifft den Gastrointestinaltrakt und führt zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Mangelernährung. Obwohl es keine Heilung gibt, spielt die Ernährung eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Symptome und der Induktion von Remissionen. Dieser Artikel untersucht die Bedeutung der Ernährung bei der Behandlung von Morbus Crohn und bietet praktische diätetische Empfehlungen und Strategien, um die Lebensqualität zu verbessern.
Die Rolle der Ernährung bei Morbus Crohn
Die Ernährung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Morbus Crohn. Ziel ist es, Entzündungen zu reduzieren, Mangelernährung zu vermeiden und die Heilung zu fördern. Eine gut strukturierte Diät kann helfen, Symptome zu kontrollieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Dazu gehören die Vermeidung von Trigger-Lebensmitteln, die Sicherstellung einer ausreichenden Nährstoffzufuhr und die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts.
Ernährungsansätze
Mehrere diätetische Ansätze wurden entwickelt, um Morbus Crohn zu managen:
1. Crohn Disease Exclusion Diet (CDED): Konzentriert sich auf die Beseitigung von Lebensmitteln, die Entzündungen auslösen könnten, und reintroduziert sie schrittweise, um Trigger zu identifizieren.
2. Specific Carbohydrate Diet (SCD): Beschränkt bestimmte Kohlenhydrate, die Symptome verschlimmern sollen, und betont nährstoffreiche Lebensmittel.
3. Low-FODMAP-Diät: Reduziert fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole, die zu Verdauungsbeschwerden beitragen können.
Lebensmittel, die vermieden und bevorzugt werden sollten
– Lebensmittel, die vermieden werden sollten: Ballaststoffreiche Lebensmittel, scharfe oder fettreiche Lebensmittel, laktosehaltige Produkte, Alkohol und Koffein, die Symptome auslösen können.
– Empfehlenswerte Lebensmittel: Leicht verdauliche Kohlenhydrate (z. B. Bananen, Reis), mageres Eiweiß (z. B. Geflügel, Fisch), omega-3-reiche Lebensmittel (z. B. Leinsamen, fettfische) und probiotikareiche Lebensmittel (z. B. Joghurt, Kefir).
Zusätzliche Überlegungen
– Hydration: Wesentlich für die Verdauung und allgemeine Gesundheit, besonders bei häufigem Durchfall.
– Mahldauer: Kleine, häufigere Mahlzeiten können helfen, Symptome zu kontrollieren.
Nahrungsergänzungsmittel
Aufgrund von Resorptionsstörungen können Nahrungsergänzungsmittel notwendig sein. Wichtige Nährstoffe umfassen:
– Vitamine: B12, D und K.
– Mineralstoffe: Eisen, Kalzium, Zink.
– Omega-3-Fettsäuren: Zur Reduzierung von Entzündungen.
Nahrungsergänzungsmittel sollten unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Individualisierter Ansatz
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Trigger und hat spezifische Nährstoffbedürfnisse. Es ist daher wichtig, einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren, um einen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Ernährungsplan zu erstellen.
Fazit
Die Ernährung ist ein Eckpfeiler der Behandlung von Morbus Crohn und hilft, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Durch das Verständnis von diätetischen Auslösern und die Anpassung eines individualisierten Ansatzes können Betroffene ihre Erkrankung effektiv bewältigen. Die Zusammenarbeit mit Gesundheitsfachleuten stellt sicher, dass die Strategie auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist und das allgemeine Wohlbefinden fördert.

Bild zum Thema

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein