Ernährung bei Hashimoto: Ein Leitfaden zur Gesundheit
Einleitung
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmune Erkrankung, die die Schilddrüse betrifft und oft zu einer Unterkunftung führt. Während es keine Heilung durch Ernährung gibt, kann eine angepasste Diät wesentlich dazu beitragen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte der Ernährung bei Hashimoto.
Grundlagen der Ernährung bei Hashimoto
1. Glutenfrei und Laktosefrei
– Gluten: Viele Betroffene reagieren positiv auf eine glutenfreie Diät, da Gluten eine Entzündungsreaktion auslösen kann.
– Laktose: Einige Menschen mit Hashimoto vertragen Laktose nicht gut. Eine laktosefreie Diät kann helfen, Verdauungsprobleme zu vermeiden.
2. Vermeidung von Kropvergrößerungsmitteln (Goitrogene)
Lebensmittel wie Kreuzblüten (z.B. Brokkoli, Blumenkohl) können in großen Mengen die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Sie sollten nicht vollständig gemieden, sondern in Maßen genossen werden.
3. Jodhaushalt
Jod ist entscheidend für die Schilddrüsenfunktion, doch zu viel Jod kann schädlich sein. Eine ausgewogene Jodzufuhr ist wichtig.
4. Omega-3-Fettsäuren
Diese entzündungshemmenden Fettsäuren, gefunden in Fisch wie Lachs und Makrele, unterstützen die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und reduzieren Entzündungen.
5. Vitamine und Mineralstoffe
– Vitamin D und B12: Sowohl für das Immunsystem als auch für die Nervenfunktion wichtig.
– Selen und Zink: Unterstützen die Schilddrüsenfunktion und die Immunabwehr.
6. Probiotika
Für eine gesunde Darmflora sind Probiotika entscheidend, da sie die Aufnahme von Nährstoffen fördern und das Immunsystem stärken.
Nahrungsmittel, die vermieden werden sollten
1. Gluten
2. Laktose
3. Kropvergrößerungsmittel (Goitrogene)
4. Zucker
5. Nachtschattengewächse (z.B. Tomaten, Kartoffeln)
6. Verarbeitete Lebensmittel
Diäten und Ernährungspläne
– Autoimmun-Protokoll-Diät (AIP): Fokussiert auf die Beseitigung von Nahrungsmitteln, die Entzündungen auslösen können, und die Wiederherstellung der Darmgesundheit.
– Paleo-Diät: Konzentriert sich auf ganze, unverarbeitete Lebensmittel, was gut zu den Bedürfnissen bei Hashimoto passt.
Wichtige Nährstoffe und Supplemente
– Selen: Wichtig für die Schilddrüsenfunktion, sollte in Maßen eingenommen werden.
– Zink: Unterstützt die Schilddrüsenfunktion und das Immunsystem.
– Vitamin D: Für das Immunsystem und die Knochengesundheit unerlässlich.
Praktische Tipps für den Alltag
– Mahlen von Nüssen und Samen: Verbessert die Nährstoffaufnahme.
– Kochen von Gemüse: Reduziert die Goitrogenwirkung.
– Ausgewogene Mahlzeiten: Stellen Sie sicher, dass jede Mahlzeit eine gute Mischung aus Proteinen, gesunden Fetten und Kohlenhydraten enthält.
Fazit
Eine angepasste Ernährung kann erheblich dazu beitragen, die Symptome von Hashimoto zu lindern und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Es ist wichtig, individuell auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen und im Zweifelsfall einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren. Mit den richtigen Nahrungsmitteln und einer gesunden Lebensweise können Betroffene eine bessere Lebensqualität erreichen.